Werkstoff Holz

______________________________________________________________

Das Wachstum des Holzes

______________________________________________________________


Holz ist ein lebendiger Werkstoff. Bevor ein Baum geerntet werden kann, hat er ein langes Leben hinter sich (Nadelhölzer etwa 100 Jahre, Laubhölzer etwa 200 Jahre).


Zum Leben benötigt der Baum Nährstoffe sowie Wasser, Luft, Licht und Wärme. Wasser und Nährstoffe holt sich der Baum aus der Erde, aus der Luft entnimmt er Kohlenstoffdioxid (CO2). Mit der Energie des Sonnenlichts und dem Blattgrün (Chlorophyll) werden Aufbaustoffe für das Wachstum (chemische Energie in Form von Traubenzucker) und Sauerstoff, der wieder an die Luft abgegeben wird, erzeugt.


Zusätzlich verdunstet der Baum über die Blätter überschüssiges Wasser und befeuchtet und entstaubt damit die Luft. Diesen Vorgang nennt man Assimilation oder, weil Licht die nötige Energie beisteuert, auch Fotosynthese.

 

 

 

                                     Licht

Wasser + Kohlendioxid -----------> Zucker + Sauerstoff

                                  Blattgrün

 


Weil Wälder für den Menschen und die Umwelt lebenswichtig sind, sollten wir mit dem Werkstoff Holz sorgsam umgehen und nicht mehr verbrauchen, als in den Wäldern nachwachsen kann. Das unkontrollierte Abholzen der tropischen Regenwälder ist es auch, das die Verwendung von tropischen Hölzern ins Gerede gebracht hat. Es werden aber auch in den Tropen Wälder nach forstwirtschaftlichen Gesichtspunkten bewirtschaftet.

 

 

______________________________________________________________

Der Aufbau des Holzes

______________________________________________________________

 

Beim Stoffwechsel des Baumes haben vor allem die Wurzeln, die Blätter und die äußeren Schichten des Stammes wichtige Aufgaben. Die Wurzeln und die Blätter stellen die Verbindung zur Erde und zur Luft her. Der Splint transportiert das Wasser mit den nötigen Nährsalzen von den Wurzeln zu den Blättern in der Krone. Der Bast leitet den in den Blättern durch Fotosynthese produzierten Saft im Stamm abwärts, wo dann im Kambium, der Wachstumsschicht neue Holzzellen gebildet werden.

 

Die Grafik "http://www.wald.de/wp-content/uploads/stamm.gif" kann nicht angezeigt werden, weil sie Fehler enthält.


Wenn der Baum gefällt ist, kann man auf seiner Schnittfläche den Grobbau des Holzes erkennen. Von außen nach innen sind zu unterscheiden:

  • die Borke (5)- sie schützt den Baum vor Austrocknung und Verletzungen.
  • der Bast (4), eine zähe, faserige Schicht - er leitet den in den Blättern produzierten Saft zu den einzelnen Baumteilen.
  • das Kambium (3), eine dünne, schleimige Wachstumsschicht - hier werden die neuen Holzzellen produziert: nach außen die Bastzellen, nach innen die Splintzellen.
  • das Splintholz (2)- es leitet Wasser und Nährsalze aus dem Boden aufwärts in die Baumkrone. Splintholz ist oft weich und wenig fest.
  • das Kernholz (1)- es ist bei den meisten Bäumen nicht mehr saftführend und besteht aus verholzten Zellen.
  • die Jahresringe - Frühholz (hell) und Spätholz (dunkel) zusammen bilden einen Jahresring. An der Anzahl der Jahresringe kann man das Alter eines Baumes ablesen.
  • die Markstrahlen (Holzstrahlen) - sie transportieren den Saft ins Stamminnere und speichern die Aufbaustoffe, die der Baum nicht sofort verarbeiten kann.
  • die Markröhre - sie führt beim Keimling Saft, später trocknet sie aus.

 

 

 

______________________________________________________________

Der Feinbau des Holzes

______________________________________________________________

 

Jeder Jahresring wird durch Frühholz (im Frühjahr gewachsen) und Spätholz (im Spätsommer gewachsen) gebildet. Das Frühholz ist bei den meisten Bäumen breiter als das Spätholz und hat ein weites Gewebe mit dünnen Zellwänden. Im Spätholz werden Zellen mit dicken Zellwänden gebildet, deshalb hat Spätholz ein dichtes Gewebe.

 

http://www.balsaworld.com/files/images/fotos/images/balsamicro2.jpg

 

Der Unterschied zwischen Frühholz und Spätholz ist um so deutlicher, je ausgeprägter der jahreszeitliche Rhythmus ist. Bei Tropenhölzern lassen sich die Jahresringe deshalb nur schwer unterscheiden. Das Fehlen deutlicher Jahresringgrenzen ist deshalb ein Merkmal zur Erkennung von Tropenhölzern.

 

 

zurück zurück